1. Rahmenbedingungen

Das Areal mit der Stadtkaserne, der Doppelreithalle, den Stallungen und dem Kasernenhof ist im Zonenplan der Stadt Frauenfeld der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (Oe) sowie der überlagernden Ortsbild- / Umgebungsschutz-zone (Os) zugewiesen. Der Kasernenplatz ist – soweit es sich nicht um Strassenfläche handelt – als Freihaltezone bezeichnet. Diese Zonen gelten für die Projekteingabe als Rahmenbedingung für die künftigen Nutzungen.

 

Die Doppelreithalle und die Stadtkaserne sind im Hinweisinventar der kantonalen Denkmalpflege als wertvoll eingestuft und im Kulturgüterinventar des Bundes aufgenommen. Die Gebäude auf dem Areal der Stadtkaserne sind zudem im Inventar der militärischen Hochbauten (HOBIM) festgehalten.

Im Jahr 2016 wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt. Das Siegerprojekt der Park Architekten AG sieht vor, dass alle Gebäude auf der Parzelle der Stadtkaserne erhalten bleiben (siehe Abb. 2 und 13).

Gemäss Studie von Wüest Partner vom März 2020 resultiert bei marktorientierter Nutzung der Stadtkaserne (siehe violette Fläche in Abb. 10) ein Marktwert der gesamten bestehenden Liegenschaft von CHF 1.3 Mio. (siehe Abb. 3).


Dieser tiefe Wert für eine zentral gelegene Liegenschaft dieser Grösse entsteht aufgrund der hohen Aufwendungen zur Erhaltung der geschützten Gebäude, dem hohen energetischen und baulichen Sanierungsbedarf, der ungünstigen Grundrissstrukturen sowie der Absicht, die Gebäude in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zu belassen und für die Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar zu machen. Entsprechend ergeben sich vergleichsweise hohe Baukosten (siehe Abb. 3 und Tab. 1).

Areal ist ab 2023 verfügbar
Die Schweizerische Eidgenosschenschaft/armasuisse Immobilien beabsichtigen, die Liegenschaft mit der Stadtkaserne und den zugehörigen Bauten und Anlagen der Stadt Frauenfeld ab 2023 im Baurecht abzugeben.